5 Tipps wie Führungskräften eine gute Kommunikation mit Mitarbeitern im Home Office gelingt

Aus den Augen aus dem Sinn? Das befürchten Mitarbeiter wie Führungskräfte gleichermaßen, wenn nicht alle im gleichen Büro sitzen. Chefs und Teamleiter können einiges dafür tun, damit Home Office für alle gut funktioniert. Hier sind die Kommunikations-Tipps.

 

Home Office Tipps Kommunikation

Für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet Home Office enorme Vorteile – und bringt gleichzeitig einige Fragestellungen mit sich. Wie von ihnen die Unternehmenskultur und der Führungsstil erlebt werden ist entscheidend, um das Projekt „Home Office“ für alle zum Erfolg werden zu lassen. Je mehr Menschen „remote“ arbeiten, umso wichtiger wird die Kommunikation – im Team und zwischen Mitarbeiter und Führungskraft. Wie gelingt Führungskräften eine gute Kommunikation mit Mitarbeitern im Home Office?

1 Orientierung geben

Klare Absprachen helfen allen: Wer ist wann im Home Office? Was genau wird erwartet? Welche betrieblichen Vorgaben gelten für mobiles Arbeiten? Persönliche Vereinbarungen im Team oder mit den Mitarbeitern sowie Informationen zu geltenden Regelungen schaffen Verbindlichkeit und Transparenz.

Und dazu kann auch gehören, dass Chefs Home Office (unter normalen Bedingungen) überhaupt erst möglich machen. Zum Teil müssen zunächst die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit Mitarbeiter im Home Office virtuell an Meetings teilnehmen können. Chefs können initiieren, dass gemeinsam geklärt wird, wie künftig kommuniziert werden soll – wie häufig, über was und über welchen Kanal. Eines ist klar: Dass es klare Strukturen und Absprachen gibt, das ist der Führungsjob.

2 Eigenes Mindset hinterfragen

Auf Platz 2 der Gründe, die aus Sicht der Beschäftigten gegen Home Office sprechen, ermittelte die Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) „Anwesenheit ist dem Vorgesetzten wichtig“. In einer Präsenzkultur hätten Führungskräfte die Möglichkeit, die Arbeitsleistung in Form von Anwesenheit und Engagement im Arbeitsalltag einzuschätzen, so die Studie.

Homeoffice als „New Work“ erfordert einen Führungsstil, der Mitarbeitern Autonomie und Selbstbestimmung ermöglicht. Wer es bisher gut hingekriegt hat, Mitarbeiter nach Leistung zu beurteilen (und nicht nach Präsenz), ist jetzt im Vorteil. Das ist Führung und erfordert mehr Kommunikation als um 17:15 Uhr kurz über den Gang zu gehen und zu schauen, wer noch am Schreibtisch sitzt.

Ist dies deine Gelegenheit, echte Selbstverantwortung zu gewähren? Wenn deine innere Haltung von Vertrauen geprägt ist, wird sich das in deiner Kommunikation ausdrücken. Und auch Mitarbeiter wissen: Leistung muss sich zeigen und regelmäßige Kommunikation mit der Führungskraft ist jetzt umso wichtiger.

3 Beziehungen pflegen

Viele Mitarbeiter haben Angst, dass interessante neue Aufgaben an ihnen vorbeigehen, wenn sie nicht präsent sind oder dass die Beziehung zum Vorgesetzten und den Kollegen leidet. Beim remote Arbeiten passiert die Entwicklung einer Beziehung nicht automatisch. Zeit und ein bewusstes Handeln sind erforderlich. Das kann auch schon ein Anruf sein, um einfach mal zu hören, wie es so geht. Aber auch fachliche Unterstützung und Hilfe benötigen Mitarbeiter im Home Office genauso wie Kollegen im Büro. Wer sowieso regelmäßig Einzelgespräche führt, bekommt mit, wie es jedem geht und was er braucht. Die Investition in die Beziehung ist nicht nur sinnvoll, sondern Führungsaufgabe.

Den Zusammenhalt im Team können Führungskräfte ebenfalls fördern. Mit Gruppenchats oder einer kurzen Videokonferenz mit allen, werden die Voraussetzungen für einen guten Informationsaustausch geschaffen. So werden die Ergebnisse von allen gesehen – und es bleibt auch noch Platz für den Klönschnack.

4 In Meetings alle einbeziehen, nicht nur die Anwesenden

Sie kennen das: Der Kunde ruft an und es muss sofort etwas erledigt werden. Der erste Impuls von Führungskräften ist häufig, kurz durch das Büro zu gehen und sich zwei anwesende Kollegen zur Besprechung dazu zu holen. Moment, sollte nicht auch der Kundenbetreuer dabei sein – aber der ist heute im Home Office? In allen Meetings, aber insbesondere den kurzfristigen, solltest du die Auswahl der Teilnehmer genau prüfen. So zeigst du, dass du alle Teammitglieder mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen einbeziehst.

Umgekehrt gilt es übrigens genauso: Nur weil man im Home Office ist, bedeutet das nicht, dass man automatisch nicht mehr an Meetings teilnimmt.

5 Mitarbeiter im Selbstmanagement coachen

Verschiedene Studien zeigen, dass die Produktivität im Home Office höher ist. Die größere Selbstbestimmung bei der Arbeit erfordert jedoch von Mitarbeitern auch ein höheres Maß an Selbstmanagement. Hohe Eigenverantwortung, Prioritäten setzen können und nicht zuletzt transparente Kommunikation sind hier gefordert. Diese Fähigkeiten müssen erst entwickelt werden und Führungskräfte sollten in der Anfangsphase ihre Mitarbeiter darin unterstützen. Eine feste Struktur mit täglichem Telefontermin oder regelmäßiges Feedback können helfen.

Einige Studien zu Homeoffice:


Sie wollen mit Kommunikation mehr erreichen? Ich helfe Führungskräften, ihre Kommunikation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, im Team oder mit Kunden weiter zu verbessern.

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Artikel von Stefanie Normann

Stefanie Normann hat 15+ Jahre Erfahrung in Unternehmenskommunikation und Marketing in internationalen Unternehmen sowie Agenturen in Hamburg und Wien, davon über 6 Jahre als Führungskraft. Die Arbeitsschwerpunkte bei Normann Consulting: Kommunikation, Führung, Teamentwicklung und Veränderungsmanagement. Hier im Blog gibt's regelmäßig Tipps und Updates zu diesen Bereichen.